Fairändern global UND lokal
- Vorfahrt für Fairtrade in Hessen -
Podiumsdiskussion anlässlich der Ausstellungseröffnung hessischer Fairtrade-Initiativen 12.6.06
Koordination: AG Solidarische Ökonomie UNIK/ APROSAS Kulturbahnhof – Offener Kanal
Bio-fairer Handel ist die Voraussetzung für gesunde Ernährung, die regionale Strukturen und gerechte Handelsordnung garantiert. Er ist Modell, Symbol und Instrument füreinen gerechteren Handel vor Ort und international.
Dahin ist ein weiter Weg, auf dem es gilt, Faire Foren der regionalen Bioproduzenten Gemeinschaften, Fairtrade Gruppen und regionalen Akteure, wie Kirchen, Kommunen, Universitäten und Betriebe zu bilden, faire Wochen zu veranstalten. Die Verantwortlichen gehören an einen Tisch.
Dies war das Fazit der Podiumsdiskussion, an der Frau Christina Walz von dem Studentenwerk, Frau Bielefeld-Hart von der Agenda 21 Koordination der Stadt Kassel sowie Dietmar Groß von der Erzeugergemeinschaft von Biobauern, José Garcia/ GEPA, Pfarrer Rainer Weiß aus Baunatal, Frau Ute Göpel von der Initiative „Fair Einkaufen, gut essen in Kirche und Diakonie“, Johannes Lauber Initiator der Ausstellung HESSEN FAIR ÄNDERT vom Weltladen Marburg sowie Frau Regine Begander von dem Verein Entwicklungspolitik Niedersachsen teilnahmen.
Der Aufbau von transparenten Beziehungen untereinander ist Voraussetzung für gesunde Ernährung regional produzierter frischer Biokost. Strukturenverände-rungen können nur in kleinen Schritten, die kommuniziert werden, geplant und umgesetzt werden.
Begleitend wird es wichtig sein, verstärkt Lernangebote zum Ökohandel an Weltläden und Universitäten zu organisieren. Lernen kann man auch – so Frau Göpel aus Erfahrung in Großküchen – durch gemeinsames Kochen, gemeinsame Preisberechnung. Ein Fairer Stadtkaffee wird für Kassel geplant.
Neue Akteure sind in anderen Regionen schon mit im Boot, die Medien, die Kommunen Stadtkaffees, katholische Frauen – wie Frau Begander aus Niedersachsen berichtet. Regionale Entscheidungen müssen getroffen werden. Sonst werden regionale Bioproduktion sowie das kleine Pflänzchen des Transfairhandels von der Bugwelle der Global Players weggespült. Denn die Garantie gesunder Ernährung liegt in der regional nachhaltigen Produktion der Lebensmittel und ihrer bio-fairen Vermarktung.