Zur Geschichte
WARUM HAT SICH DIE ARBEITSGEMEINSCHAFT (AG) „SOLIDARISCHE ÖKONOMIE“ GEGRÜNDET?
Die Öffnung der nationalen und lokalen Ökonomie im Zuge der Globalisierung führte zur folgenden Entwicklung:
• Trennung der Wirtschaft von ihrer sozialen Verpflichtung
• Ausschluss von Teilen der Gesellschaft aus dem Wirtschaftskreislauf
• Gefährdung der Grundversorgung (Ernährung, Gesundheit, Energie)
An diesem Punkt setzt sie Solidarische Ökonomie an. Sie entsteht auf Grund der Widersprüche und Misserfolge, die sich aus der Organisation des Marktes und des Staates ergeben.
Wegen diesen ökonomischen, politischen und sozialen Tendenzen veranstaltete der Fachbereich Sozialwissenschaften der Universität Kassel zusammen mit vier weiteren Universitäten in Imshausen vom 5. bis 10. Oktober 2004 eine internationale Sommeruniversität zum Thema „Solidarische Ökonomie in Brasilien und Europa“.
Daran teilgenommen haben Studierende und Lehrende deutscher Hochschulen, VertreterInnen nationaler und internationaler Genossenschaftsverbände und Entwicklungspartnerschaften (NETZ, Innova eG, RECM, CICOPA), Gewerkschaftlern sowie PädagogInnen aus dem deutschsprachigen Raum und Lateinamerika, die über unterschiedlichste praktische Erfahrungen mit dem Aufbau und der (Gruppen-)Dynamik solidarischer Ökonomien verfügten.
Ziel dieser Veranstaltung war es, die bereits existierenden Erfahrungen aus Lateinamerika, insbesondere die aus Argentinien und Brasilien, wo das Konzept der solidarischen Ökonomie bereits ein tragender Bestandteil der nationalen Ökonomie ist, zu analysieren und sie anschließend für den europäischen Kontext und speziell für die ökonomischen, politischen und kulturellen Gegebenheiten in Deutschland aufzubereiten.
Daraus entstand, in Anlehnung an das brasilianische Vorbild der Incubadoras, die Idee der Gründung einer eigenen Innovationswerkstatt an der Universität Kassel.
2004 hat sich dann eine Gruppe aus den Teilnehmern der Sommerschule gebildet, die heute die interdisziplinäre AG „Solidarische Ökonomie“ darstellt. In der Gruppe sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Universität Kassel, der Evangelische Kirche Kurhessen Waldeck und des DGB vertreten.
Die Solidarische Ökonomie AG will der Tendenz der gesellschaftlichen Spaltung eine Alternative entgegenstellen. Ziel der Gruppe ist es:
• die einzelnen solidarischen Betriebe in Nordhessen untereinander zu vernetzen.
• die Zusammenarbeit zwischen den solidarischen Betrieben und den zuständigen Kommunen zu fördern.
• Aufbau einer Innovationswerkstatt (Incubadora)
Seit dem WS 2004/2005 fanden mehrere Seminare speziell zu dem Thema Solidarische Ökonomie bzw. Genossenschaften in Europa und Lateinamerika statt. In diesen Seminaren wurden einzelne Beispiele Solidarischer Ökonomie genauer untersucht. Das Ziel dieser Seminare war, von diesen Beispielen der Solidarischen Ökonomie zu lernen, und die positiven sowie die negativen Erfahrungen der solidarischen Betriebe in den Aufbau der geplanten Innovationswerkstatt (Incubadora) zu integrieren.
Neben den Seminaren sammelte die Arbeitsgemeinschaft durch eine Reisen nach Italien und Exkursionen in Nordhessen Eindrücke von solidarischen Betrieben.
Seit dem Sommer 2005 fiel der Fokus der AG verstärkt auf die regionale Entwicklung Nordhessens. Die Gruppe suchte dazu verschiedenste Betriebe, Firmen, Genossenschaften und Gruppen auf.
WAS IST EINE INCUBADORA?
Das Wort kommt von dem Begriff der „Entwicklung, Herausbildung, Ausbildung“. Die Incubadora ist eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe von Postgraduierten an brasilianischen Hochschulen. Ihr Ziel ist es, interessierte Gruppen bei der Gründung von Kooperativen durch Beratung und Begleitung zu unterstützen.
Es findet ein ständiger Lernprozess auf verschiedenen Ebenen statt. Diese Ebenen betreffen die interne Entwicklung der universitären Arbeitsgruppe sowie den wechselseitigen Lernprozess zwischen der Incubadora und der zu begleitenden Gruppe.
WAS IST EIN SOLIDARISCHER BETRIEB?
Ein solidarischer Betrieb ist ein unabhängiger Zusammenschluss von Personen auf freiwilliger Basis, die gleiche wirtschaftliche, soziale und kulturelle Bedürfnisse durch einen demokratisch organisierten Betrieb befriedigen wollen.
Somit sind die wichtigsten Merkmale einer Genossenschaft:
• Möglichkeit des freien und freiwilligen Zusammenschlusses
• demokratische Strukturen, bei denen jeder eine Stimme hat
• Entscheidungen durch Mehrheitsbeschluss oder Konsens
• Vertretung der Genossenschaft durch einen gegenüber den Mitgliedern verantwortlichen und gewählten Vorstand
• gerechte Verteilung der erwirtschafteten Gewinne bzw. der Rücklagen zur Förderung des solidarischen Betriebes
Ein solidarischer Betrieb kann unterschiedliche Gesetzesformen annehmen, sobald er die oben genannten Kriterien erfüllt.
Solidarische Ökonomie in Europa
- Betriebe und regionale Entwicklung -
Arbeitsgruppe Solidarische Ökonomie der Universität Kassel
Veranstaltung: Internationale Sommerschule in Imshausen
Datum: 7.-11. Juli 2006
Veranstalter: Universität Kassel, Referat Wirtschaft-Arbeit-Soziales der Ev. Kirche von Kurhessen-Waldeck, Deutscher Gewerkschaftsbund Nordhessen
Der Hintergrund:
Die Auswirkungen der vom Weltmarkt abhängigen Ökonomie sind überall spürbar: Fehlende Arbeitsplätze, steigende Aktienkurse bei gleichzeitigem Personalabbau, die Erosion der sozialen Sicherungssysteme, zunehmende Armut in den Regionen, ins Ausland abwandernde Unternehmen, Lohndumping, Ausbau des Niedriglohnsektors, usw.
Der Ruf nach Alternativen wird immer lauter, doch Patentrezepte gibt es nicht. Wohl aber Möglichkeiten, der Abwärtsspirale zumindest lokal zu begegnen.
Die Finanzierung von Arbeitslosigkeit durch die Kommunen hat ein beträchtliches Ausmaß erlangt und ist weder im Interesse der Arbeitslosen noch in dem der Kommunen. Immer häufiger werden Vorschläge laut, die öffentliche Hand solle in Betriebsgründungen investieren, da ihr diese Mittel erneut über Steuern, Sozialbeiträge und Mehrwertsteuer zurückfließen würden (Grottian, Narr, Roth).
Beim ökologischen Umbau und im Sektor der Sozialen Dienstleistungen fehlen Arbeitskräfte (Flieger). Hier sind in der letzten Zeit Tausende von Arbeitsplätzen entstanden. Die Förderung von Gemeinschaftsunternehmen für diese gesellschaftlich erforderlichen Arbeiten wird vom Verein zur Förderung des Genossenschaftswesens, vom Netz für Selbstverwaltung und Selbstorganisation und anderen vorangetrieben. Hierfür ist eine Veränderung des Genossenschaftsgesetzes herbeigeführt worden, die am 18. August 06 in Kraft tritt und die Gründung und Finanzierung von Gemeinschaftsbetrieben erleichtern soll.
Die Fragen nach wirtschaftlicher Gestaltbarkeit beginnen zwar stets bei ungerechten Arbeitsbedingungen und fehlenden Arbeitsplätzen, aber sie gehen letztlich weiter und beziehen sich darüber hinaus auf die Qualität unseres Lebens, unserer Ernährung und Energieversorgung, die gleichzeitig Schlüssel zu unserer physischen, ökologischen und wirtschaftlichen Gesundheit sind. Es geht also um eine Wirtschaftsweise, die langfristig die Bedürfnisse der Bürger befriedigen kann:
- Im regionalen und globalen Interesse daran, die Atmosphäre nicht durch die Nutzung fossiler Energieträger zu gefährden, sondern auf erneuerbare Energieträger umzusatteln, sei es Sonne, Wind, Biomasse oder pflanzlichem Öl. Dieser Grund ist zwingend und hat Priorität - auch im Hinblick auf die Tatsache, dass die Verfügbarkeit der fossilen Energieträger zur Neige geht.
- Im langfristigen regionalen Interesse, um die Gesundheit der Kinder und Erwachsenen durch gesunde Ernährung aus regionaler, biologischer Landwirtschaft zu sichern und nicht durch gentechnisch manipulierte Organismen zu gefährden.
- Im Interesse an einer regionalen Beschäftigungsstruktur, welche die Bedürfnisbefriedigung der Gesellschaft vor Ort wahrnimmt - auch über die Förderung der Gründung von Gemeinschaftsbetrieben und Genossenschaften. Dadurch und durch die Umverteilung von Arbeit kann die Beschäftigungsstruktur sich tendenziell in Richtung auf eine höhere Gleichheit hin entwickeln.
Das Ziel:
„Eine wichtige Strategie, um dem ökologischen und sozialen Zerstörungsprozess des zunehmend unkontrollierten Weltmarktes entgegenzuwirken, ist der Aufbau von alternativen Wirtschaftsstrukturen von unten: Lokale Wirtschaftskreisläufe, soweit wie möglich unabhängig von den Zwängen des Weltmarktes, sind imstande, die Grundbedürfnisse der Menschen zu sichern und lebenswerte Alternativen aufzubauen.“ (Douthwaite / Diefenbacher: Jenseits der Globalisierung – Handbuch für lokales Wirtschaften, 1998)
Grundlegend für diesen Prozess ist das Besinnen auf die eigenen, regionalen Ressourcen: Die Eigenversorgung mit Lebensmitteln, eine dezentrale Energieversorgung mit erneuerbaren Energien bis hin zu eigenen Währungen.
Lokale Wirtschaftskreisläufe tragen zur Stärkung der Autonomie der Regionen bei und können die Versorgung der Bewohner mit Gütern, Dienstleistungen und Arbeit sichern. Besonders die solidarisch und selbstverwaltet arbeitenden Betriebe begegnen der Vereinzelung, der abhängigen, entfremdeten Arbeit und fördern ein solidarisches Miteinander der Menschen.
Die diesjährige Sommerschule will den Diskurs über Solidarische Ökonomie anstoßen und ganz konkret dazu beitragen, den Prozess für die Region Nordhessen in Gang zu setzen. Die Vernetzung und der Erfahrungsaustausch von bereits existierenden selbstverwalteten und solidarisch arbeitenden Betrieben und Initiativen werden ermöglicht und konkrete Konzepte für eine Weiterentwicklung erarbeitet, die dann mit Kommunalpolitikern diskutiert werden sollen.
Die Veranstalter:
Die Universität:
Das Fachgebiet „Soziologie der Entwicklung“ der Universität Kassel hat in interdisziplinärer und internationaler Zusammenarbeit begonnen, ergänzend zur Analyse des Wachstums der Destruktivkräfte, der ökologischen Krise und sozialen Gegenwehr alternative Lebens- und Wirtschaftsformen wissenschaftlich zu untersuchen und zu begleiten. Regionale Potentiale können gegenüber einer zunehmend risikoträchtigen Außenabhängigkeit analysiert und für die Stärkung solidarischer Ökonomien sowie für die Förderung regionaler Kreisläufe genutzt werden. Für Nordhessen ergab sich daraus ein gemeinsames Interesse mit dem Arbeitsbereich „Wirtschaft, Arbeit, Soziales“ der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck und mit dem DGB Nordhessen.
Die Kirche:
Das Referat „Wirtschaft Arbeit Soziales“ der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck beteiligt sich auf der Grundlage zentraler Positionen evangelischer Sozial- und Wirtschaftsethik (Denkschriften und Sozialwort) an der Suche und der Diskussion um Formen lebensdienlicher und solidarischer Ökonomien im globalen Horizont und in regionaler Verortung. Das gemeinsame Projekt mit Universität und DGB bietet gute Möglichkeiten alternative, aber auch bewährte Modelle solidarischer und lebensdienlicher Ökonomie kennen zu lernen, zu prüfen und modellhaft zu verwirklichen.
Die Gewerkschaften:
Der DGB Nordhessen und seine acht Mitgliedsgewerkschaften kämpfen nicht nur für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen in den bestehenden Betriebsstrukturen sondern beschäftigen sich auch mit der Frage nach Alternativen. Dazu gehört auf jeden Fall die solidarische Ökonomie. Wie und in welcher Form das geschieht, ist die spannende und zu diskutierende Frage. Welche Möglichkeiten sich den Beschäftigten dabei bieten und wie das im europäischen Kontext aussieht, wird auch Aufgabe dieses Projektes sein.
Die Gäste:
Die solidarische nachhaltige Entwicklung, die eine kulturvolle Nutzung regionaler Potentiale darstellt, ist möglich: Die italienischen Gäste der Sommerschule berichten, wie ihre Genossenschaften z.T. aus sozialen Bewegungen entstanden und wie sie mit Universitäten und kommunalen Behörden zusammenarbeiten.
Auf einer Forschungsreise im vergangenen Jahr haben die Veranstalter in Italien Genossenschaften und Konsortien kennengelernt, die als Sozialgenossenschaften auch Gruppen am Rande der Gesellschaft integrierten, sich untereinander zusammenschlossen und begannen, auch mit ihren Kommunen sinnvoll zusammenzuarbeiten.
Dort gab es auch einen Zusammenschluss der wichtigsten Genossenschaftsföderationen, die zusammen mit den großen Gewerkschaftsbünden einen staatlichen Fond leiteten, der den Belegschaften insolventer Betriebe gemäß dem Marcora-Gesetz von 1985/91 nach sachgerechter Überprüfung und mit juristischer Beratung die Übernahme ihrer Betriebe ermöglichte. Es existieren ganze Genossenschaftsregionen, in denen die Selbstverwaltung betrieblicher Zusammenhänge in demokratischen Wirtschaftsstrukturen die Regel ist.
Die Beteiligten:
Die Betriebe:
Es gibt bereits solidarische Betriebe, die den Gefahren von abhängiger entfremdeter Arbeit durch Selbstverwaltung und demokratisch-solidarische Betriebsstrukturen begegnen. Sie wissen voneinander aber, dass alle auf prekärer Basis wirtschaften, da sie sich im Rahmen wirtschaftlicher Konkurrenz und unter Bedingungen der wachsenden Polarisierung der Wirtschaft und Gesellschaft behaupten müssen.
Im Rahmen der Sommerschule soll den Fragen nachgegangen werden
- wie solidarische Betriebe nicht nur überleben, sondern auch wie ihre Prinzipien stärker auf das gesellschaftliche und wirtschaftliche Geschehen ausstrahlen können,
- wie sie erreichen können, dass ihre Regionen nicht in Abhängigkeit von auswärtigen Konzernen kommen, sondern sich mit einer gesunden nicht gentechnisch manipulierten Ernährung erhalten und in Zukunft energetisch jenseits neoliberaler Globalisierung unabhängig existieren können.
Die Workshops:
Die 4 Workshops der Sommerschule befassen sich mit den wesentlichen Themen, die für den langsamen Aufbau einer zunehmend lokal tragfähigen Wirtschaft notwendig sind.
In allen Arbeitsgruppen wird es um Selbstbestimmung und Sicherung der Nachhaltigkeit einschließlich der politischen und wirtschaftlichen Abhängigkeiten gehen. Das heißt, es geht um Bedingungen für gemeinschaftliche Produktion und Konsum nicht nur der einzelnen Gemeinschaftsbetriebe sondern darüber hinaus auch um verantwortliche Organisation von Produktion und Konsum in der Kommune. Das schließt eine selbstbestimmte gemeinschaftliche Produktion als auch eine größere Unabhängigkeit von den Global Player bzw. der nationalen Monopole und Oligopole ein.
Ernährung – welche Ernährung wollen wir?
- Die Produktion von Nahrungsmitteln in einem Umfang, mit dem die Bedürfnisse der Region soweit wie möglich befriedigt werden können
- Regional unabhängige Versorgung (keine externen Inputs)
- Regional kontrolliert biologische nicht gentechnisch manipulierte Nahrungsmittel (Wo liegt die Gefährdung? Was sind die Bedingungen hierfür?)
- Kommunale Kooperation mit Erzeugergemeinschaften
Energie – welche Wirtschaftsstrukturen wollen wir?
- Die Produktion von Energiedienstleistungen aus lokalen erneuerbaren Energieträgern, die die Bedürfnisse der Region soweit wie möglich befriedigen
- Wie können Abhängigkeiten vermieden werden?
- Wo sind regionale Potentiale?
- Welche ökologischen und wirtschaftlichen bzw. politischen Bedingungen existieren?
- Welche regionalen Potentiale sind noch nicht ausgeschöpft und ist ihre Nutzung wirtschaftlich möglich?
- Wie müßte eine Förderung (regional/ national) aussehen?)
- Welche kommunalen Abnahmegarantien müssten geklärt werden?
Finanzierung – welche Finanzierung ermöglicht Gemeinschaftsbetriebsgründungen?
- Der Aufbau eines lokal unabhängigen Banken- und Kreditwesens, so dass Ersparnisse der Region auch Projekten in der Region zugute kommen – und zwar zu Kreditbedingungen, die diese Projekte durchführbar machen. Die Ersparnisse der Region sollten nicht durch Institutionen oder Unternehmen geleitet werden, die durch Krisen dieser Weltfinanzmärkte gefährdet sind.
- Welche Finanzierungsmöglichkeiten sind für genossenschaftliche Betriebsgründungen für gemeinschaftlich organisierte Arbeitslose erreichbar und tragbar?
- Welche Finanzierungsmechanismen können ergänzend aus eigener Kraft sinnvoll sein?
- Was leisten Strukturen regionaler Währungen oder Verrechnungseinheiten, was leisten sie nicht?
- Wie können eigene rotative Fonds strukturiert werden, um Schrittweise gemeinschaftliche Arbeitsprozesse zu etablieren?
- Wie kann vorhandenes Wissen und erforderliche Arbeit zum Tragen kommen?
Ausbildung – welche Ausbildungsstrukturen brauchen wir?
- Die Begleitung von Genossenschaftsgründungen sowie des Aufbaus lokaler Wirtschaftskreisläufe ist notwendig. Es braucht Menschen, die dies organisieren, strukturieren und beratend tätig sein können.
- Wie kann Ausbildung in diesem Sinne geschaffen und gefördert werden?
- Wie können regionale Wissenstraditionen und Potentiale genutzt werden?
- Wie kann das vorhandene Wissen in Gemeinschaftsbetrieben gepoolt werden? (Kommunikation/ Publikation, Forum)
- Wie kann das Wissen in tragfähigen Gemeinschaftsbetrieben angewandt werden?
In diesen zentralen Workshops werden nach ein, zwei Inputs die TeilnehmerInnen ihre Erfahrungen zusammentragen und Vorschläge für regionale Entwicklung in Nordhessen bezüglich ihrer Thematik ausarbeiten.
Die Methode des „rotativen Forums“ ermöglicht, dass die Ergebnisse von den Mitgliedern der anderen Workshops ergänzt werden können.
Abschließend werden die Ergebnisse in einer Podiumsdiskussion den politischen Vertretern vorgestellt, mit ihnen diskutiert und Vereinbarungen getroffen.
Die Imshäuser Erklärung:
Zum Abschluss der diesjährigen Sommerschule sollen die Vereinbarungen, die mit den politischen Vertretern der Region und der BRD getroffen wurden, in der Imshäuser Erklärung zusammengefasst und veröffentlicht werden.
Kassel, im Mai 2006